Kein Verbrauch endlicher Ressourcen. Keine umweltschädlichen CO2-Emissionen. Sondern eine der umweltfreundlichsten Methoden zur Stromgewinnung – . Auf der ganzen Welt wird die Bewegungsenergie des Wassers mithilfe von Generatoren in elektrischen Strom umgewandelt und trägt so maßgeblich zum Klimaschutz bei. Die Erzeugungs- und Speicherfähigkeit macht Strom aus zu einer der bedeutendsten erneuerbaren . Der Umfang der Wasserkraftnutzung hängt stark von geologischen Bedingungen der jeweiligen Weltregionen abhängt. Der Umbruch in der globalen Wasserkraftindustrie ist deutlich zu spüren. Der zukünftige Ausbau spielt im Hinblick auf die Erreichung der weltweiten Klimaziele eine entscheidende Rolle.

Die historische Verbreitung von Strom aus Wasserkraft

Die Nutzung von Wasser als Energiequelle blickt auf eine lange Geschichte zurück und war schon in vorindustriellen Zeiten verbreitet. Heute resultiert etwa ein Sechstel der weltweiten Gesamterzeugungsmenge aus Strom aus Wasserkraft. Zudem ist Wasserkraftstrom mit einem 35 prozentigen Anteil an den erneuerbaren Energien, die wichtigste erneuerbare Energiequelle Europas. Dementsprechend gefragt ist der Aufbau von Kompetenzen und Partnern rund um die Gewinnung von regenerativem Strom. Beschäftigt man sich mit der Historie von Wasserkraftwerken, so fällt auf, dass sich die weltweite Stromgewinnung durch Wasserkraft seit 1980 mehr als verdoppelt hat.

Diese Entwicklung ist insbesondere auf Entwicklungs- und Schwellenländer zurück zuführen. Dort haben Großteile der Bevölkerung – selbst zum aktuellen Zeitpunkt – noch keinen uneingeschränkten Zugang zu Strom. Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung dieser Länder zeichnet sich ebenfalls ein starkes Wachstum der Stromnachfrage ab. Besonders in Asien erfolgte in jüngster Zeit eine Ausweitung von Wasserkraftkapazitäten. Aber auch europaweit leistet Strom aus Wasserkraft neben der Energiegewinnung einen enormen volkswirtschaftlichen Beitrag.

Der volkswirtschaftliche Nutzen von Strom aus Wasserkraft

Die europäischen Hersteller von Wasserkraftwerken führen den Weltmarkt an. Mit einem Marktanteil von etwa zwei Dritteln beträgt die Wertschöpfung von Strom aus Wasserkraft in Europa ca. 28 Milliarden Euro. Die Versorgungssicherheit zu sichern gehört auf europäischer Ebene zu einer der zentralen Prioritäten. Dazu mussten die EU-Staaten im Jahr 2013 über die Hälfte des Energiebedarfs importieren. Um diese Abhängigkeit von Importen zu reduzieren, ist der Ausbau von Strom aus Wasserkraft eine geeignete Option. Denn laut einer Studie würden ohne Wasserkraft als erneuerbare Energie, die Importe von fossiler Energie um 11% höher ausfallen, was mit Kosten in Milliardenhöhe verbunden wäre. Aus diesem Grund nehmen unterschiedliche Energieunternehmen wie beispielsweise Uniper, Strom aus Wasserkraft in ihr Portfolio für grüne Produkte mit auf und streben einen gezielten Ausbau an.

Auch im Hinblick auf den Klimaschutz liefert die Energiegewinnung durch Wasserkraft eindrucksvolle Zahlen: Durch die Nutzung von Wasserkraft Energie können jedes Jahr mehr als 180 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Dazu kommt, dass Strom aus Wasserkraft dank seiner langen Lebensdauer – im direkten Vergleich zu allen anderen Erzeugungsmethoden – den mit Abstand geringsten ökologischen Fußabdruck vorweisen kann.

Potenziale für den europaweiten Ausbau von Wasserkraft

Die europaweite Verbreitung von Wasserkraftanlagen ist relativ ausgedehnt. Von einer generellen Ausschöpfung der Wasserkraftenergie kann jedoch nicht die Rede sein. Es bestehen weiterhin langfristige Ausbaupotenziale, die für die nachhaltige Weiterentwicklung des Energiesystems eine tragende Rolle spielen. Laut einer Studie von Europas Spezialisten für Strom aus Wasserkraft kann die EU bis zum Jahr 2050 eine Erweiterung der Wasserkraftpotenziale von bis zu 19 Prozent erreichen.

Für die tatsächliche Realisierung dieser offenen Potenziale ist allerdings eine Anpassung der regulatorischen Rahmenbedingungen nötig, um einen fairen Wettbewerb im europäischen Strommarkt zu gewährleisten. Die Ziele der Umweltpolitik und den Herstellern von Erzeugungstechnologien in Einklang zu bringen, ist und wird zukünftig die größte Herausforderung bleiben.